Diversität im Ehrenamt

Jeden Samstag eine neue Folge!

Über 17% der deutschen Bürger*innen sind ehrenamtlich aktiv. Mithilfe einer Förderung durch die Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern möchte der inklusive, transkulturelle und diverse Medienverein Diversity Media e.V. das Engagement von Ehrenamtlichen in ganz Bayern durch mehr Sichtbarkeit wertschätzen. „Als ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft sollten Ehrenamtliche nicht nur sichtbar, sondern auch wertgeschätzt werden“, so Franziska Bohn vom Diversity Media Team.
Während der Laufzeit von vier Monaten werden ab Januar 2021 wöchentlich Interviews geführt und auf verschiedenen Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Dieser junge, neue und moderne Social Media Journalismus soll nicht nur breitflächig verfügbar sein, sondern adressiert auch ein jüngeres Zielpublikum, um Inspiration für eigenes Engagement zu geben. Doch nicht nur die Vielfalt des Ehrenamts in ganz Bayern soll im Rahmen des Projekts deutlich werden. „Oftmals sind Ehrenamtliche und ihre Beweggründe sich zu engagieren selbst sehr divers“, sagt LGBTQI+-Aktivist*in Luca-Fabièn Dotzler. „Deshalb wollen wir auch die Diversität der Ehrenamtlichen aufzeigen“.

# 13: Klimacamp Nürnberg - Dauermahnwache für Klimaschutz

Auf dem Sebalder Platz in Nürnberg, in Blickweite zum Rathaus, besteht seit September 2020 das Klimacamp. Erik ist unter anderem in seiner Funktion als Pressesprecher seit dem ersten Tag mit dabei. Die über 200 ehrenamtlich Aktiven weisen auf die Bedrohung durch den menschengemachten Klimawandel hin. Mit dem Klimacamp als Dauermahnwache setzen sie sich für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit ein. Die Idee: Während Corona ließen sich große Demos schwer umsetzen. Statt 2000 Menschen in zwei Stunden eine Demo machen zu lassen, überlegte man sich, zu zweit über 2000 Stunden vor Ort zu sein. Im Klimacamp müssen immer zwei Aktive vor Ort sein, damit die Aktion als politische Versammlung gilt. “Wir sind kein Sprint, sondern ein Marathon.”, sagt Erik. Die Aktiven, im Alter von 13 bis 72 Jahren, fordern ein entschlossenes Handeln der Politik. Für effizienten Klimaschutz bräuchte es unter anderem eine Energie- und Verkehrswende. Weitere konkrete Ziele für Nürnberg und Umgebung sind z.B. : Sofortiger Ausbaustopp des Frankenschnellweges, mehr Begegnungsplätze statt Parkplätze und mehr regionales und nachhaltiges Essen in städtischen Kantinen. Mehr dazu erfährst du in unserem Video!

# 12: Pandora Selbsthilfe e.V. – gemeinsam statt einsam!

Pandora Selbsthilfe e.V. organisiert Selbsthilfegruppen, engagiert sich in der Anti-Stigma-Arbeit und bringt das „Infoblatt Psychiatrie“ heraus. Wir haben mit der ehrenamtlichen Vorständin Nadine Arnold über Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, ehrenamtlich organisierte Selbsthilfegruppen und die Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie gesprochen. Gerade in der anhaltenden Corona-Pandemie wächst der psychische Druck. Hinzukommt das Fehlen von ausreichenden Therapieplätzen. Pandora bietet mit ihren Selbsthilfegruppen eine Möglichkeit an, miteinander Krisen zu bewältigen – von Betroffenen für Betroffene.

# 11: Kassandra - Soziale, politische und individuelle Bedingungen von Sexarbeiter*innen

Doro ist die ehrenamtliche Vorständin von Kassandra e.V., ein Verein der 1987 aus der Selbsthilfe entstand und sich gegen die Stigmatisierung und für die Akzeptanz von Sexarbeit als Teil der Gesellschaft engagiert. Seit über 30 Jahren ist unser Verein anerkannt als Expert*in und auch als professionelle Ansprechpartner*in für Menschen aus der Politik, aus der Wissenschaft, aus den Medien, für die Schulen, für die Ämter und Behörden.

# 10: dgti e.V. - Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität

Jeanne arbeitet ehrenamtlich für die Deutsche Gesellschaft für Transitentität und Intersexualität (dgti e.V.), einen Verein der sich bundesweit für die Belange von Menschen mit geschlechtlicher Vielfalt einsetzt. Jeanne ist in Bayern tätig und Pressesprecherin für den Arbeitskreis Intersexualität.
In unserem Video erfährst du mehr über das Ehrenamt bei der dgti e.V.

# 9: AIDS-Hilfe Nürnberg: Gemeinsam gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV

AIDS wurde am 1. Dezember 1981 als eigenständige Krankheit erkannt. Weltweit sterben 600 Tausend Menschen an den Folgen von HIV. Für Viele von uns ist AIDS ein furchterregendes Wort im Gegensatz zu AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e. V., was Hoffnung für viele HIV-positive Menschen in Deutschland bedeutet. Wolfgang engagiert sich für die AIDS-Hilfe in Nürnberg seit vielen Jahren ehrenamtlich. Er setzt sich gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV und AIDS in der Gesellschaft ein. Im Interview erklärt er uns, wie die Epidemie früher war und wie das Leben mit HIV heute aussieht. Außerdem erzählt er uns von Vorurteilen und Diskriminierung, die die Menschen mit HIV erleben.

# 8: Interkultureller Gemeinschaftsgarten Regensburg

Das ist Anna, sie arbeitet ehrenamtlich im Interkulturellen Gemeinschaftsgarten in Regensburg, ein gemeinsames Projekt von Transition Regensburg e.V. und Campus Asyl e.V. Auf dieser grünen Fläche in der Stadt treffen sich Menschen aus verschiedenen Ländern zum gemeinsamen Gärtnern Herkunft, Religion oder Sprache spielen keine Rolle: Jede*r ist willkommen, um sich z.B. beim Anbauen von Gemüse auszuprobieren. Es geht um das gemeinsame Ziel, das Gärtnern, und einen Austausch auf Augenhöhe. Dadurch entsteht ein besonderer Ort der Begegnung, den es in jeder Stadt geben sollte, sagt Anna. Mit diesem besonderen Garten möchten die Ehrenamtlichen auch auf die Themen Klimawandel, Selbstversorgung und nachhaltige Gesellschaft und Landwirtschaft aufmerksam machen. Mehr erfährst du in unserem Video.

# 7: Projekt 31: Freiraum in Gefahr

Das Projekt 31 ist ein selbstverwalteter, alternativer Freiraum in Nürnberg. Ihren Namen haben sie durch ihr Haus, dass An den Rampen 31 in Nürnberg steht. Das Projekt31 bietet eine Vielzahl an Aktivitäten für alle an: Veganes Essen (VoKü), Foodsharing, Umsonstladen, Urban Gardening, Workshops, Konzerte, Vorträge und vieles mehr! Leider steht das Projekt31 vor einem großen Problem: Das Haus wurde an eine Investmentfirma verkauft und soll nun abgerissen werden. Wir haben mit Ina vom Projekt31 über diese Problematik, und die Organisation allgemein gesprochen!

# 6: Seebrücke: Sichere Häfen für Geflüchtete

Das ist Lore, sie arbeitet ehrenamtlich für die Seebrücke Nürnberg. Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung und sie solidarisieren sich mit allen Menschen auf der Flucht. Sie erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege. Ihr Motto ist “Sichere Häfen für Geflüchtete”.

# 5: Das Sozialmagazin Straßenkreuzer

Claudia arbeitet ehrenamtlich für den Straßenkreuzer. Der Straßenkreuzer ist ein Sozialmagazin, das von armen Menschen verkauft wird. So entstehen Begegnungen zwischen Menschen, die sonst auf der Straße aneinander vorbeilaufen würden. Mehr erfährst du in unserem Video. Der Verein will Menschen in sozialer Not helfen und hat noch weitere Projekte: zum Beispiel Stadtführungen und barrierefreie Bildungsangebote.

# 4: Queeres Ehrenamt: Betty leitet die Regenbogenfamiliengruppe

Betty ist ehrenamtliche Leiterin der Regenbogenfamiliengruppe von Fliederlich e.V. Nürnberg. Wenn nicht gerade die Pandemie die Welt in Atem hält, organisiert die Gruppe Treffen und Austausch zwischen gleichgeschlechtlichen Familien, Trans-Familien und Mehr-Eltern-Familien. In unserem Video erfährst du was die Regenbogenfamilien gemeinsam auf die Beine stellen.

# 3: Integrationsprojekte für Geflüchtete und Neuzugewanderte

Priscilla arbeitet ehrenamtlich für we integrate, einen Verein in Nürnberg, der sich für die Integration von Menschen mit Flucht- und Zuwandarungsgeschichten setzt. Sie ist Projektkoordinatorin und hat die Aufgabe, Projekte zum Wohle diese Menschen zu unterstützen und darüber hinaus den Projektleitern zu betreuen. In unserem Video erfährst du mehr über das Ehrenamt bei we integrate e.V.

# 2: Für mehr Glitzer in der Politik

Natalia und Simona arbeiten ehrenamtlich für die Politbande, eine Wähler*innengemeinschaft in Nürnberg. Sie wollen mehr Glitzer in die Kommunalpolitik bringen – mit ganz verschiedenen Menschen und Themen. Sie organisieren zum Beispiel Partys, tanzen die ganze Nacht und diskutieren bei der Zigarette draußen über politische Anträge. Ihr Ziel: mehr Freiräume, Partizipation und Nachhaltigkeit in Nürnberg. Und das ist gar nicht so unrealistisch – immerhin hat die Politbande bei der letzten Wahl schon einen Sitz im Stadtrat ergattert. Natalia und Simona teilen übrigens nicht nur ihr politisches Interesse, sondern auch eine Wohnung. Deshalb tragen sie im Video auch keine FFP2-Maske.

# 1: Mit Sicherheit Verliebt

Das ist Anna, sie arbeitet ehrenamtlich für Msverlangen – ein bundes- und europaweites Projekt. Anna besucht Schulklassen und klärt Jugendliche über Sexualität auf. Mit allem, was dazu gehört: Sexuell übertragbare Krankheiten, die LGBTIQ*-Community, Pubertät, Freundschaft und natürlich Liebe. Sie sagt: ” Wir müssen öfter dafür kämpfen, ernst genommen zu werden!”

# 0: Trailer und Intro

Picture by Patrick